





LoginForum
|
Bericht – Januar 20062006-01-27 17:55Liebe Schwester und Brüder, das neue Jahr hat angefangen. Ich habe unsere Häuser besucht und überall Gottes Segen wiedergefunden. In den Einrichtungen der Szent Ferenc Stiftung tobt das Leben. Der harte Winter und das Ende der Schulferien macht den Lehrern zu schaffen, da sie die Kinder wieder an den Schulalltag gewöhnen müssen. Aber im Großen und Ganzen ist alles in Ordnung. In jedem Haus ist es warm, es wird gut geheizt. Gott sei Dank reicht es auch für das tägliche Brot und jeder bekommt täglich mindestens eine warme Mahlzeit. Die Kinder haben warme Kleidung und das ist gar nicht so selbstverständlich. Stellen Sie sich mehrere hundert Mützen oder Stiefel in einem Haufen vor! Überall hört man das Lachen gutgelaunter Kinder und das ist vielleicht das Wichtigste. Nur hin und wieder mischen sich in den Lärm die Schreie von Mädchen, die von den Jungs mit Schnee gewaschen werden. Obwohl ich ihnen gesagt habe, dass sie vom Schnee so richtig schön sein werden, schreien sie trotzdem. Unsere größte Sorge ist, dass wir mal wieder kein leer stehendes Bett haben. Alle Plätze sind besetzt. Während des Winters hat jedes Haus noch Kinder aufgenommen. Kaum zu glauben! Im Herbst haben wir in Szováta, Petrozsény, Kisiratos, Gyulafehérvár, Nagyszalonta und Torockó neue Häuser oder Wohnungen übergeben und schon sind alle Betten belegt. Leider ist es so. Aber schauen wir uns mal die Häuser einzeln an. Csíkszereda/Miercurea Ciuc Sándor Dánél und seine liebe Frau, Marika, leiten das nach Pater Albert benannte Büro. Pater Albert war das kleinste von sieben Kindern einer armen szekler Familie. Als franziskaner Mönch hat er sein ganzes Leben den Szeklern gewidmet. Wie in jedem anderen Zentrum wollen wir auch hier die armen Familien, vor allem die, wo die Kinder in Schwierigkeiten stecken, aufspüren, sie mit Kleidung, Lehrmitteln und anderen Sachen helfen und so vermeiden, dass die Kinder auf der Straße landen. Wir wollen auch Fachleute mit einbeziehen und in den Fällen, wo wir nichts mehr ausrichten können, wollen wir mindestens die Kinder retten. Unsere beiden Mitarbeiter sind schon sehr viele km mit dem eigenen alten Kleinwagen gefahren. Wir bräuchten einen Kleinbus. Ich war bei ihnen in den letzten Tagen und leider haben sie mich zu mehreren Familien mitgenommen, wo mein Herz wegen des Elends geblutet hat. Wir haben drei Kinder aufgenommen. Die Mutter von vier Kindern arbeitet in Italien und will nicht zurückkommen. Ihr Mann, ein Fuhrmann, hat sein Bestes gegeben und versucht die Kinder zu versorgen. Der vierzehnjährige Sohn hat die Familie verlassen. Die anderen drei Kinder, die in der ersten, dritten und fünften Klasse sind, haben wir aufgenommen. Die Arbeit im Ausland hat bereits viele Familienleben zerstört. Árkos (Tel. 0040267373536) Am 1. Dezember 2005 haben wir das Mutterhaus Die Barmherzige Mutter in Betrieb genommen. Es ist ein kleineres Haus mit ein paar Krankenschwestern, die 5-6 schwangere Frauen aufnehmen und ihnen bei der Geburt im Krankenhaus helfen sollen. Die Mütter könnten dann mit ihrem Neugeborenen ein Jahr lang in der Einrichtung wohnen bleiben. In dieser Zeit wird ihnen ein warmes Zuhause gesichert, sie bekommen Essen und Kleidung und werden darauf vorbereitet draußen in der Welt auch alleine zurechtzukommen. Wir haben bereits drei Mütter mit Kind und eine Schwangere, die ihr Kind in den nächsten Tagen zur Welt bringen wird. Sie ist nur zwei Jahre lang zur Schule gegangen. Als ich sie gefragt habe warum, hat sie mir erzählt, dass als sie Zweitklässler war ist ihre Mutter gestorben und sie hatte niemanden, der sie in die Schule hätte schicken können. Sie haben mit ihrem Mann zur Miete gewohnt, konnten aber irgendwann die Miete nicht mehr bezahlen und sind Mitten im Winter auf der Straße gelandet. Ihr Mann wohnt jetzt im Wartehäuschen auf dem Bahnhof. Schrecklich! Ich kann noch irgendwie verstehen, dass es vor 2000 Jahren in Bethlehem keinen anständigen Ort gegeben hat, wo ein Kind auf die Welt kommen konnte, aber dass es so was in 2006 in Europa passiert! Das ist sehr traurig. Es gibt eine lange Warteliste für unsere Plätze. Zwei weitere Frauen sind von den Schwestern aufgenommen worden und jetzt sind alles Betten belegt. Mehr Platz haben wir nicht. Anfangs wollte ich mich an die Kirchengemeinden wenden, damit sie uns junge Mütter schicken, aber das hat sich inzwischen erledigt. Den Brief brauche ich nicht mehr zu schreiben. Sechs Wochen nach Eröffnung ist das Mutterhaus leider voll belegt. Gyulafehérvár/Alba Iulia/Weißenburg (Tel. 0040744155609) Das kleine Haus wird seit September 2005 von László Böjte (nur ein Namensvetter von mir) und seiner Frau, Emese, geleitet. Anfangs hatten sie sechs Kinder, während des Winters haben sie fünf weitere aufgenommen. Als ich vor ein paar Tagen da war, hatten sie gerade Besuch von einem jungen Theologielehrer und seinen Studenten, die an dem Tag ihre Prüfung abgelegt haben. Alle waren sehr gut gelaunt. Ich denke Fehérvár* ist sehr wertvoll, da die jungen Priester von Anfang an mit diesen benachteiligten, teilweise aus ihren Familien ausgestoßenen Kindern in Berührung kommen. Dieser Kontakt wird hoffentlich Früchte tragen. Kisiratos/Dorobanti (Tel. 0040740892028) Andrea Polgári und Olga Almási, die Leiterin des örtlichen Malteser Hilfsdienstes, betreuen liebevoll die elf Kinder des Heimes, das im September 2005 eröffnet wurde. Ein Mädchen sitzt im Rollstuhl. Obwohl sie bereits 17 ist, ist sie in der sechsten Klasse. Es sieht aber so aus, dass sie dieses Jahr zwei Jahrgänge gleichzeitig abschließen kann. Sie ist sehr zielstrebig, intelligent und immer gut gelaunt. Ihre Seele ist nicht verletzt. Das Haus gehört Frau Olga, sie hat es uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir haben im Ort ein zweites Haus gekauft und wollen im Frühling mit den Renovierungsarbeiten anfangen. Im einen Haus werden die Mädchen wohnen, im anderen die Jungs. Petrozsény/Petrosani/Petroscheni (Tel. 0040740294029) Das Heim Herz Jesu, seit September 2005 von Éva Ács geleitet, entwickelt sich in einem rasanten Tempo. Wir bekommen laufend neue Kinder. Letzte Woche haben wir mit Éva eine 23jährige siebenfache Mutter besucht. Sie wohnen am Bahnhof in einem Personalzimmer, die Kinder spielen direkt neben den Gleisen. Éva hat die Kinder verteilt: Wir nehmen fünf auf, die Mutter behält die zwei Jüngsten. So haben wir bereits 86 Kinder in unserem Heim. Im Haus ist auch die Schule untergebracht. In der ungarischen Klasse waren letztes Jahr sechs Kinder, dieses Jahr sind es 143. Die Zukunft sieht auch gut aus. Im ungarischen Kindergarten (der auch in unserem Gebäude ist) bereiten sich 32 Kinder auf die Schule vor. Gott sei Dank konnten wir das Gebäude soweit renovieren, dass die Risse in den Wänden sich nicht mehr weiter ausbreiten. Wir haben mit den Arbeiten in der Küche, im Speiseraum und im Lager angefangen. Ich hoffe sehr, dass zu Ostern das festliche Mittagessen bereits in der neuen Küche vorbereitet wird und die Kinder es im neuen Speiseraum mit gutem Appetit vertilgen werden. Szováta/Sovata/Sowata (Tel. 0040744929579) Das im September 2005 eröffnete St. Josef Haus hat viele neue Bewohner. Der Bürgermeister eines szekler Dorfes hat uns vier Kinder gebracht. Zwei Nachbar haben sich über ein paar Eier gestritten und der eine hat ein Bein des Hundes vom anderen abgeschnitten. Der hat sein Kopf verloren und mit einem Beil den Vater der vier Kinder getötet. Die Kinder haben uns die Tragödie erzählt, die sich vor ihren Augen abgespielt hat. Paar Tage später haben wir zwei weitere Jungs, deren Vater Selbstmord begangen hat, aufgenommen. So haben wir bereits 74 Kinder im Heim. Ich habe gerade eine schlechte Nachricht von Marika bekommen: Der kleine Attila hat sich beim Skilaufen das Bein gebrochen. Ich hoffe, dass wir während des Winters keine weiteren Verletzte haben werden. Zsombolya/Jimbolia/Hatzfeld (Tel. 0040724790601) Im Szent Mihály Heim betreuen Piroska Markó und ihre Schwester, Cecília, elf Jungs und acht Mädchen. Die Kinder entwickeln sich gut. Das Heim wurde im September 2004 eröffnet und den Kindern sieht man an, dass ein Großteil von ihnen bereits seit einem Jahr zusammen ist. Nagyszalonta/Salonta (Tel. 0040721117770) Hilda Tarsoly hat während des Sommers das Szent Antal Heim schön erneuert. Zu Weihnachten hat sie vom Christkind noch ein paar Kinder und ein Ehepaar bekommen, die im Heim als Pflegeeltern arbeiten werden. Jetzt leben und lernen neunzehn Kinder im Heim. Nach Auskunft des Arztes heilt Hildas Rücken schön, es tut ihr aber immer noch weh. Torockó/Rimetea/Eisenburg (Tel. 0040258768195) Die Erzieherin Márta Tamás hat das Heim im September 2004 eröffnet. Letztes Jahr haben wir an- und ausgebaut und zu unserer Freude hat sich das Haus als winterhart erwiesen. Der Speicher ist nicht nur schön, sondern auch warm und bewohnbar geworden und dient als Schlaf- und Wohnraum für 21 Kinder. Wir haben eine vierfache Mutter mit ihren Kindern aufgenommen, aber leider haben wir mit der Mutter mehr Probleme, als mit ihren Sprösslingen. Aber wir versuchen immer der ganzen Familie zu helfen, sie alle zu lieben. Betet, dass wir nicht versagen! Kolozsvár/Cluj-Napoca/Klausenburg (Tel. 0040788164057) Im November 2004 haben wir das Wohnheim für unseren Studenten eröffnet. 24 Jugendliche wohnen im nicht allzu großen Haus, im Obergeschoss die Mädchen, im Untergeschoss die Jungs. Ich habe eine gute Stunde mit ihnen verbracht. Sie haben sich weder über ihren Schicksal, noch über einander beschwert. Gott sei Dank hatte keine/r von ihnen verräterische blaue Flecken, oder andere Wunden, die von Streitigkeiten gezeugt hätten. Sie kochen jeden Tag. Scheinbar funktioniert die Gemeinschaft gut. Die zwei großen Kühlschränke waren gut gefüllt. Die meisten von ihnen arbeiten nach dem Unterricht, sie kommen gut zurecht. Es ist gerade Prüfungszeit, betet auch für sie! Ich bin sehr froh, dass wir das Haus gekauft haben, weil die Mieten sehr gestiegen sind. Wenn wir die niedrigste Miete mal 24 nehmen stellt sich raus, dass wir in 6-7 Jahren den Kaufreis erwirtschaftet haben. Das Wohnheim ist voll belegt, wir müssen über einen separaten Heim für die Jungs nachdenken. Szászváros/Orastie/Broos (Tel. 0040740679937) Das St. Elisabeth Heim wurde in 1999 in der Adventszeit eröffnet. Ernõ Menyhárt und die anderen Mitarbeiter betreuen hier 72 Kinder. Da es in der örtlichen Schule nur in den ersten vier Klassen ungarischsprachigen Unterricht angeboten wird, haben wir hier nur Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Wenn jemand Lust hat sich mit Kleinkindern zu beschäftigen, kann gerne hierher kommen. Die Kleinen brauchen viel Liebe und Zuwendung. Déva/Deva/Diemrich (Tel. 0040254214873) Da wir in 2005 mehrere Heime eröffnet und einen Teil der Kinder von Déva in diesen Heimen untergebracht haben dachte ich, dass das Jahr ein bißchen ruhiger sein wird. Weit gefehlt! Wir haben Vollbelegung! Wir nehmen laufend neue Kinder auf, momentan sind es 325, die bei uns wohnen. Sie sind nicht alle Engel, aber wenn sie es wären, dann wären unsere ErzieherInnen Arbeitslos. Der kleine Robika hat auf der Straße einen Feuerwerk gefunden und wollte rausfinden wie es explodiert. Unser netter Arzt musste von seinem Hintern ein Stück Haut auf seinen beschädigten Finger transplantieren. Wir müssen den Kindern beibringen wie man mit einem Feuerwerk umgeht. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Ich habe ihm versprochen, dass wenn die Wunde an seinem Hintern verheilt ist, ich ihn zu seiner Oma bringe und ihm den Hintern ordentlich versohlen lasse. Dies war bisher das erste solche Ereignis im Heim und ich hoffe, dass es auch das Letzte bleibt. TagesheimeNicht nur unsere Wohnheime, sondern auch die Tagesheime haben sich schön entwickelt. Entlang der Küküllõ** organisiert Ildikó Sebesi (Tel. 0040743693988) die Arbeit. In sieben Ortschaften betreuen wir täglich 197 Kinder. In Sóvárad/Sarateni und Kibéd/Chibed waren wir bereits letztes Jahr tätig, in Makfalva/Ghindari, Szolokma/Solocma, Hármasfalu/Trei Sate, Vécke/Vetca und Szentdemeter/Dumitreni haben wir erst dieses Jahr unsere Heime eröffnet. Zehn Erzieherinnen arbeiten für uns. In Makfalva gibt es eine größere Roma Gemeinschaft, für sie haben wir eine Anfängergruppe gestartet. Wir möchten, dass auch sie den Anschluss kriegen. In den meisten Heimen bekommen die Kinder warme Mahlzeiten und nach dem Spielen machen sie mit Hilfe der Erzieherinnen ihre Hausaufgaben. Die Erzieherinnen achten auch darauf, dass jedes Kind warme Kleidung und die benötigten Schulsachen hat. Leider hatten wir schon mal Fälle, wo wir Kinder in unser Wohnheim in Szováta aufnehmen mussten, weil für sie nicht mal die Hilfe unserer Tagestätte ausgereicht hat. Hier möchte ich noch anmerken, dass wir diese Organisation nur Dank eines Unternehmers aus Budapest aufrecht erhalten können. Es dürfte Gott recht sein, dass auch zwei reformierte Pfarrerinnen bei uns hauptamtlich eingestellt sind. Wenn nur die Zusammenarbeit überall so gut funktionieren würde! Wir können unseren Kindern schließlich nur eine Zukunft aufbauen! Entlang der Nyárád** wird die Arbeit von Réka Szilágyi organisiert. Da sie gerade hochschwanger ist, geht ihre Arbeit mehr und mehr auf Marika Pál über. Bei unserer Stiftung kann man (es gehört sich sogar so) auch eigene Kinder haben. Unsere zweite Vorsitzende geht da mit gutem Beispiel voran: Vor ein paar Tagen ist ihr viertes Kind, Nándika, geboren. Gott erhalte sie alle gesund! IN dieser Gegend hatten wir letztes Jahr nur in Vármezö eine kleine Tagesstätte, die inzwischen gewachsen ist. Zwei Mütter versorgen die Kinder in einer gemieteten Wohnung. Sie kochen, lernen, leben ihr Leben hier in den Görgény-Bergen. Letztes Jahr haben wir unser Heim in Nyárádszereda eröffnet. Das Gebäude haben wir von der Stadt kostenlos bekommen und auf eigene Kosten renoviert. Zwei Erzieher kümmern sich um die Kinder. Wir haben dieses Jahr unsere Heime in Remete, Köszvényes und Mikháza eröffnet. Unsere Hilfe wird überall gerne angenommen und findet guten Anklang in kirchlichen und weltlichen Kreisen. Es ist uns bewusst, dass unsere Arbeit nur dann erfolgreich sein kann, wenn wir mit den Pädagogen und Behörden vor Ort im Sinne unserer Kinder zusammenarbeiten. Manchmal ist es sogar mit viel Liebe schwierig das Gute aus diesen Kindern rauszukitzeln. Mit Befehlen funktioniert da gar nichts. Aber wenn wir es schaffen, dann ist es das schönste Gefühl auf der Erde. Von Szováta aus organisieren wir unsere Tagesstätte in der Nähe von Parajd. Wir haben viele Anfragen, viele Familien brauchen unsere Hilfe. Es wäre schön jedem Kind überall Schulunterricht, Liebe und Zuwendung bieten und dadurch das Fundament für den glücklichen, zufriedenen Erwachsenenalter legen zu können. Es ist wichtig zu erwähnen, dass uns bei der täglichen Arbeit in den Tagesstätten der Region zwei Schwester, Vera Nagy und Gabrielle Tzakó, sehr viel helfen. Sie haben einen Kinderchor auf die Beine gestellt und lehren den Kindern den Umgang mit der Flöte. Weitere Tagesstätten haben wir letztes Jahr in Fogaras und Gyergyószárhegy, dieses Jahr in Szatmár im ehemaligen franziskaner Kloster eröffnet. Wenn ich mich nicht irre, haben wir momentan 17 funktionierende Tagesstätten. Am 3. Februar fangen die Schulferien an und ich werde alle Erzieher und Erzieherinnen nach Szováta einladen. Am Vormittag des 4. Februar wollen wir nach Csíkszereda/Miercurea Ciuc pilgern um einer Priesterweihe beizuwohnen. Von da geht es zurück nach Szováta/Sovata/Sowata. Unterwegs werden wir unser Tagesheim in Gyergyószárhegy besuchen und da zu Abend essen. Marika Pál hat uns eingeladen in Szováta zu schlafen. Am Sonntag werden wir unsere Sorgen und Probleme, aber auch unsere kleinen Freuden besprechen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Tagesheime schöne Ergebnisse erreichen können. Es gibt viele Kinder, deren Zensuren *** um 2-3 Punkte besser geworden sind seitdem sie zu uns kommen. Es wäre schön, wenn jedes Kind ein Zuhause hätte, täglich warmes Essen, Schulsachen, Kleidung und vielleicht in jeder Wohnung ein Badezimmer und eine Waschmaschine. Wir würden gerne den Menschen helfen und das muss nicht unbedingt viel Geld kosten. Mit einem Zuschuss von Ft 3.000 (ca. € 12) pro Kind können wir das Kind versorgen und uns für 20 Kinder eine/n ErzieherIn leisten. Das Beste ist aber, wenn die Kommunen die Initiative selbst übernehmen und sich der Sache annehmen, wenn die Familien mit Nahrung und Feuerholz aushelfen. Unsere Tagesstätten wollen nicht die Aufgaben der Schule übernehmen, sondern nur den Kindern helfen in der Schule noch bessere Ergebnisse zu erreichen. Es stellt sich immer wieder die Frage wo wir die Nachmittagsbeschäftigung anbieten sollen. Momentan haben wir eigene Häuser, gemietete Gebäude, zur Verfügung gestellte Räume in Schulen und Kirchen. Es ist möglich, dass die Schulen zukünftig für den Unterricht und auch für die Nachmittagsbetreuung benutzt werden, es ist aber genauso möglich, dass wir uns mehr Richtung Kirche bewegen werden. Zur Zeit können wir keine Entscheidung treffen, da unsere Arbeit noch in Kinderschuhen steckt. Aber da der Bedarf da ist, werden wir uns schön entwickeln. Unsere tschango Geschwister in MoldawienDie Planungsarbeit ist Gott sei Dank in vollem Gange. Der Winter ist die Zeit für Anträge stellen und Papierkram erledigen. Wir haben bereits genug Geld um mit dem Bau anzufangen. Unser Kontoauszug zeigt die stolze Summe von Ft 60.000.000 (ca. € 240.000). Ich hoffe wenn wir angefangen haben, können wir auch alles zu Ende bringen. Betet für das Schulzentrum Königin des Friedens! Generelle AnmerkungenUnsere Mitarbeiter geben sich große Mühe ihre Arbeit gut und gründlich zu erledigen. Die Kinder fühlen sich in unseren Heimen wohl und von kleinen Unannehmlichkeiten abgesehen läuft alles rund. Eigentlich möchte ich nur zwei wichtige Sachen ansprechen:
Überall auf der Welt werden die Menschen zur mehr Leistung angetrieben. Unser Vorbild ist Gott, der das schwache Licht im Lämpchen nicht ausmacht und das geknickte Schilf nicht abbricht. Ich bitte euch: Seid barmherzig! Statt Strafe muss der Lob, die Ermunterung, die Motivation unser pädagogisches Mittel sein. Wenn man die Erde düngt, wird sie fruchtbarer. In die Herzen der Kinder muss man den Keim des Guten legen, um sich da zu entwickeln. Diejenigen, die auf nette Worte nicht hören, wollen wir zu nichts zwingen. Dann folgen wir lieber dem Beispiel Jesu, fegen wir den Staub von unseren Schuhen und gehen weiter. Hier in Déva/Deva/Diemrich haben wir noch kein Kind verloren, nur ein Junge ist zu seiner Mutter zurückgekehrt. Es wäre schön, wenn wir weiterhin keine Verluste zu verzeichnen hätten. Holt das Beste aus diesen Kindern raus!
Die wichtigste Aufgabe der ErzieherInnen in den Tages- und Wohnheimen ist es für eine gute Stimmung und Liebe im Haus zu sorgen. Keiner muss alles alleine erledigen, jeder kann die anderen und die Kinder mit einbeziehen. Ich weiß, dass es oft schneller geht irgendwas selber zu machen, als jemandem die Aufgabe zu erklären. Trotzdem ist es die Aufgabe des Leiters eines Heimes sich zu „multiplizieren“. Wir nehmen laufend neue Kinder auf. Éva Ács wird in Petrozsény nur dann erfolgreich sein, wenn ihr noch 10-15 Èva Ács zur Seite stehen. Ein wichtiger Teil ihrer Aufgabe ist es ihre Erfahrungen weiterzugeben. Wenn Hilda, Piros, Márta und die anderen nicht weitere Erwachsene überzeugen können sich für die Sache einzubringen, dann werden wir nicht vorankommen. Trauen wir einander! Wenn wir daran glauben, dass wir den Kindern das Lesen und Schreiben beibringen können, müssen wir auch den anderen was zutrauen. Wenn sie die Erfahrung machen, dass das Leben auf Erde uns glücklich machen kann, dann gewinnen sie mehr und mehr an Selbstvertrauen. Mit diesen Gedanken wünsche ich euch alles Gute für die Zukunft. Bruder Csaba * Gebräuchliche Abkürzung des Namens Gyulafehérvár, die Stadt, wo der katholische Bischof sitzt und wo die katholischen Priester ausgebildet werden. ** Zwei größere Flüsse in Siebenbürgen *** Im rumänischen Schulsystem gibt es Noten von 1 bis 10, wobei eine 10 die beste Zensur ist Übersetzt von Erika Wiechers Verknüpfte Links
|
Neueste
|